Napoleon proklamierte sich am 18. Mai 1804 zum Kaiser von Frankreich. Dies war auch eine Reaktion auf den Anschlag und das aufgedeckte Komplott. Mit der Errichtung einer Erbmonarchie sollte die royalistische Bewegung gestoppt werden. Er betrachtete den Kaisertitel "als sicheres Mittel, in Frankreich Ruhe und Frieden herzustellen."
Das Kaiserreich Österreich wurde im August als Erbmonarchie von Franz II. begründet. Franz II. war der letzte Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und nach der Gründung des österreichischen Kaiserreiches gleichzeitig Franz I. von Österreich geworden. Mit seiner Krönung wollte er wieder mit Napoleon Bonaparte gleichziehen, welcher sich selbst Anfang des Jahres entschieden hatte Frankreich in ein Kaiserreich zu wandeln.
Mit dieser Entscheidung wollte man auch den französischen Ambitionen auf das Erbe Karls des Großen ein Ende bereiten. Der Kurfürst von Mainz, Karl Theodor von Dalberg, hatte Joseph Kardinal Fesch praktisch zu seinem Nachfolger gemacht. Kardinal Fesch, der Onkel von Napoleon Bonaparte (!), wäre damit zum Aufseher des Reichsgerichtes und Hüter des Reichsarchives geworden und hätte das Reich nach Napoleons Willen zum Wohle Frankreichs umformen können.
Napoleon krönte sich am 2. Dezember selbst zum Kaiser und Josephine zur Kaiserin. Diese Selbstkrönung war aber weniger die Tat eines selbstgefälligen Diktators, sondern ein raffinierter Schachzug um das französische Volk wieder zusammenzubringen. Wenn er die Kaiserkrone von Pius VII erhalten hätte, so wären die protestantischen und atheistischen Franzosen nicht von der Legitimität des Kaisers überzeugt gewesen. Papst VII hatte bereits bei der Planung für die Zeremonie angekündigt, dass er sich im Moment der Krönung zurückziehen und somit nicht kompromittiert würde.
Während das Kaiserpaar nach der Krönung offiziell im Palais des Tuileries lebte und dort Hof hielt, wurde das Schloss Malmaison ihr privates Heim, in das sich auch Napoleon gern zurückzog, wann immer es die Staatsgeschäfte erlaubten.






